Bodenbeschichtung Lebensmittelindustrie

Kein anderer Industriebereich stellt höhere Anforderungen an den Boden als die Lebensmittelproduktion- und verarbeitung. Fugenlose Oberflächen, lebensmittelrechtliche Zulassung, Beständigkeit gegen Heißwasser, Dampf, Säuren und Desinfektionsmittel und das alles bei gleichzeitig hoher mechanischer Belastung durch Gabelstapler, Transportwagen und schwere Produktionsmaschinen. Bei LKY Boden kennen wir diese Anforderungen aus langjähriger Praxis und realisieren Bodenbeschichtungen für die Lebensmittelindustrie, die alle relevanten Normen und Zulassungen erfüllen.

Was fordert HACCP an den Boden?

Das HACCP-Konzept ist in der Lebensmittelindustrie gesetzlich vorgeschrieben und definiert Hygieneanforderungen entlang der gesamten Produktionskette. Für den Boden leitet sich daraus ab:

  • Fugenlosigkeit: Fugen und Risse sind Keimfallen. Der Boden muss als geschlossene, nahtlose Fläche ausgeführt sein, die keine Rückstände aufnimmt und vollständig gereinigt werden kann.
  • Glatte, abwaschbare Oberfläche: Die Oberfläche muss so beschaffen sein, dass sie mit Heißwasser, Dampf und lebensmittelzugelassenen Reinigungsmitteln vollständig gereinigt und desinfiziert werden kann.
  • Beständigkeit gegen Reinigungschemikalien: In der Lebensmittelproduktion werden regelmäßig Säuren eingesetzt. Der Bodenbelag muss gegen diese Stoffe dauerhaft beständig sein.
  • Rutschhemmung: Nasse Böden durch Reinigungsvorgänge und Produktionsprozesse erhöhen die Rutschgefahr. Die DGUV-Anforderungen fordern je nach Bereich Rutschhemmklasse R10 bis R13.
  • Lebensmittelrechtliche Zulassung: Beschichtungsmaterialien, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen können, müssen gemäß EU-Verordnung 10/2011 oder vergleichbaren Normen zugelassen sein.

Welche Beschichtungen eignen sich?

  • PMMA (Polymethylmethacrylat): PMMA ist die bevorzugte Wahl für Großküchen, Fleischverarbeitung, Molkereien und Lebensmittelproduktionsstätten. Der Kunststoff ist lebensmittelrechtlich zugelassen, aushärtungsschnell (bereits nach 1–2 Stunden voll belastbar), temperaturwechselbeständig und beständig gegen die in der Lebensmittelindustrie üblichen Säuren, Laugen und Reinigungsmittel. PMMA lässt sich auch bei niedrigen Temperaturen verarbeiten – ein Vorteil bei Sanierungen in laufenden Kühlbetrieben. Die Oberfläche ist fugenlos, leicht zu reinigen und in verschiedenen Rutschhemmklassen bis R13 erhältlich.
  • PU-Beton (Polyurethan-Beton): PU-Beton-Systeme kombinieren die Elastizität von Polyurethan mit der Druckfestigkeit eines mineralischen Belags und sind damit ideal für Bereiche mit intensivem Schwerlastverkehr, aggressiver Heißwasser- oder Dampfreinigung sowie stark wechselnden Temperaturen. PU-Beton ist ebenfalls lebensmittelrechtlich zugelassen, fugenlos, säurebeständig und HACCP-konform. Besonders in Schlachtbetrieben, Molkereien und Getränkeproduktionsstätten hat sich dieses System bewährt.

In der Lebensmittelindustrie ist Stillstand teuer. Wir planen Bodensanierungen daher eng mit Ihrem Produktionsablauf ab und nutzen wo möglich die kurzen Aushärtezeiten von PMMA-Systemen, um Sanierungsarbeiten in Nachtschichten, Wochenenden oder geplanten Wartungsfenstern durchzuführen. Nach ein bis zwei Stunden ist die beschichtete Fläche bereits wieder begehbar, nach wenigen Stunden auch befahrbar.
Wir liefern nach Abschluss der Arbeiten eine vollständige Dokumentation der eingesetzten Materialien einschließlich Produktdatenblättern und Zulassungsnachweisen, damit Sie im Rahmen Ihrer HACCP-Dokumentation und bei Betriebsprüfungen jederzeit lückenlos nachweisen können, dass Ihr Boden den gesetzlichen Anforderungen entspricht.

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